Erstes Fazit der Gäste aus Weißrussland

Wer am Montagmorgen das Hauptgebäude des Humboldt-Gymnasium betrat, staunte nicht schlecht. Eine Gruppe junger Menschen mit orangefarbenen Basecaps und einheitlichen Rucksäcken wartete ungeduldig darauf, abgeholt zu werden. Während der zweiten Woche ihres Erholungsaufenthalts in Radeberg wollten 12 weißrussische Schüler am obligatorischen Unterricht in verschiedenen Klassen teilnehmen. Und das, obwohl bei ihnen zu Hause noch Ferien sind.

Die Aufregung legte sich sehr schnell, da die Gäste freundlich und vor allem auch auf Russisch begrüßt wurden. So konnten alle der kleinen Führung und den Informationen über die Schule folgen. Nachdem die Stundenpläne abgeglichen und letzte Fragen geklärt waren, gingen die Schüler ab der 3. Stunde mit ihren „Paten“ in den Unterricht. Dem ersten Schultag mit nur vier Stunden sollten vier weitere mit jeweils sechs Unterrichtsstunden folgen. Voller neuer Eindrücke werteten die „Humboldtianer auf Zeit“ am Nachmittag den Schulbesuch in der Gruppe aus.

Ihr Fazit bereits nach kurzer Zeit: Schule in Deutschland ist anders als in Weißrussland. Hier wird nicht jede mündliche Äußerung bewertet und Hausaufgaben werden dosiert, so dass nach der Schule noch genügend Freizeit bleibt. Aber besonders angetan waren die Gäste vom Mittagsangebot in der Cafeteria des HGR. Nur gut, dass sie sich schnell in der für sie ungewohnten Umgebung zurechtfanden.

 

Heike Bien (betreuende Russischlehrerin)